Kopfkissen - das sollte man vor dem Kauf wissen

Kopfkissen dienen nicht nur dazu, um erhöht zu liegen. Sie dienen hauptsächlich dazu, den Kopf- und Nackenbereich zu stützen und Verspannungen vorzubeugen. Allerdings kommt es hier vor allem auch darauf an, welcher Schlaftyp Sie sind und welche Schlafstellung Sie bevorzugen. Denn davon hängt es auch ab, ob Sie einen entspannten und erholsamen Schlaf haben. Bei Kissen unterscheidet man ebenfalls zwischen verschieden Materialien und auch Formen. So gibt es Kissen in den Größen 40 x 80 cm und 80 x 80. Weiterhin gibt es Seitenschläferkissen und Nackenstützkissen.

Schlaftypen und ihre Kissen

Je nach Schlaftyp kommt es auf das Kopfkissen an, um sich auch im Schlaf erholen zu können. Durch die vielfältigen Kissenmodelle ist aber nicht schwer, das passende Kissen für sich zu finden. Auch die Höhe ist kein Problem, da bei vielen Kissen zusätzliches Füllmaterial angeboten wird. So kann jeder die Füllmenge individuell gestalten.

  • Wer gerne auf der Seite schläft, sollte ein Kissen vorziehen, welches höher ist, damit der Nacken während des Schlafes gut gestützt werden kann.
  • Rückenschläfer hingegen sind mit flachen Kissen besser bedient, da hier die Nackenstützung nicht ganz so „hoch“ sein muss.
  • Bauchschläfer benötigen eigentlich gar kein Kissen, da sie flach liegen sollten, um Verspannungen vorzubeugen. Wer ohne Kissen nicht schlafen kann, sollte ein leicht schräges und kegelförmiges Kissen vorziehen, damit ein erholsamer und entspannter Schlaf gewährleistet ist.

Auf Federn gebettet – Schlafkissen aus Daunen

Schlafkissen gibt es in vielen Ausfertigungen und den unterschiedlichsten Materialien. Am bekanntesten sind wohl die Daunenkissen, die sehr gute Klimaeigenschaften vorweisen können. Außerdem liegt man auf ihnen, wie in Wolken gebettet, da sie sehr füllig und weich sind. Bei Federkopfkissen oder auch Bettdecken aus Daunen unterscheidet man zwischen Gänse-, Enten oder auch Daunen der Eiderente, die am kostspieligsten sind. Allerdings kommt es natürlich auch auf die Anteile der Daunen und herkömmlichen Federn an. Je mehr Federn in einem Daunenkissen sind, desto schlechtere Klimaeigenschaften haben sie. Ein hochwertiges Daunenkissen sollte mindestens einen Anteil von 80 bis 90 Prozent an Daunen haben. Weiterhin ist zu beachten, dass Daunen keinen Federkiel haben und sich somit auch nicht durch den Stoffbezug bohren können, wie dies Federn gerne machen. Bei hohem Federanteil kann es immer wieder passieren, dass es nachts pikst und der Schlaf dadurch gestört wird. Weiterhin sollte man bedenken, je mehr Federn nach außen dringen, desto dünner wird auch das Kissen. Daher ist ein hoher Daunenanteil sinnvoll, um so lange Freude an seinem Schlafkissen zu haben.
Federkopfkissen haben auch ein unterschiedliches Füllgewicht. Somit kann der Kunde zwischen den verschiedensten Kissen wählen und muss auf nichts verzichten. Ein hohes Füllgewicht heißt natürlich ein dickes und flauschiges Kissen, um auf Wolken gebettet zu liegen.
Ein Nachteil hat das Daunenkissen allerdings – es ist nur in der chemischen Reinigung waschbar und büßt daher in der Hygiene einige Punkte ein.
Wichtig ist allerdings, dass ein Kissen oder eine Bettdecke aus Daunen täglich aufgeschüttelt und gut gelüftet wird.

Mikrofaserkissen – hygienisch und sehr beliebt

Kissen und Bettdecken aus Mikrofaser werden immer beliebter und auch sie gibt es in verschiedenen Ausführungen. Vor allem durch den unschlagbaren Preis und die sehr guten Klimaeigenschaften haben diese Fasern Einzug in die Schlafzimmer erhalten. Bei Mikrofaserkissen kann man zwischen „einfachen“ Kissen und Kissen aus Teddyfleece wählen, die besonders weich und kuschlig und meist bei der Jugend sehr beliebt sind, da sie in den unterschiedlichsten Farben erhältlich sind. Wer ein hochwertiges Kissen mit Faserkügelchen kaufen möchte, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass das Kissen einen Reißverschluss hat, uns noch ein Zusatzsäckchen mit Füllmaterial dabei ist. So kann das Kissen individuell gefüllt und für seine Schlafstellung angepasst werden.
Bettdecken und Kissen aus Mikrofaser wie auch Teddyfleece sind bis zu 95° waschbar und somit sehr hygienisch. Weiterhin ist es kein Problem, sie in den Trockner zu geben und so kann das Bettzeug an einem Tag gewaschen und getrocknet werden.
Mikrofaser ist weiterhin für Allergiker sehr gut geeignet, da Milben keinen Nährboden in dem Stoff finden. Auch zieht dieses Material keinen Staub an und kann daher uneingeschränkt empfohlen werden.

Seitenschläferkissen – nicht nur für Schwangere

Auch wenn es oftmals angenommen wird, aber Seitenschläferkissen sind nicht nur für Schwangere. Seitenschläferkissen können für jeden Seitenschläfer einen erholsamen und vor allem rückenschonenden Schlaf ermöglichen. Diese Kissen sind lang, schmal und haben eine weiche Füllung, meist aus Faserkügelchen. Sie dienen nicht nur als Kopfkissen, sondern auch als Polsterung für die Knie oder Knöchel. Denn Seitenschläfer haben die Beine meist aufeinandergelegt, sodass dies zu schmerzhaften Druckstellen führen kann. Eine solche Position, die relativ krumm ist, wirkt sich aber nicht nur auf die Beine aus. Auch der gesamte Körper, das Becken wie auch die Wirbelsäule werden verformt und können so nicht optimal entlastet werden. Hier soll das Seitenschläferkissen wirken und durch die spezielle Form bietet es eine gute Unterstützung der Körperpartien, die bei Seitenlage besonders betroffen sind.
Seitenschläfer gibt es in den unterschiedlichsten Farben, Größen und auch das Füllgewicht kann variieren. Sie sind allesamt waschbar und meist auch trocknergeeignet.

Nackenstützkissen sorgen für einen entspannten Schlaf

Nackenstützkissen sind, wie der Name schon sagt, zur Entspannung des Nackens geeignet. Besonders Personen mit starken Verspannungen und Problemen im HWS-Bereich nutzen gerne solche Nackenstützkissen. Allerdings sollte man bedenken, dass diese Kissen keine Verspannungen lösen, die durch eine falsche Haltung stammen, die tagsüber entsteht. Sie können hier zwar unterstützten, aber das Kissen dient nur dazu Verspannungen zu mildern, die in der Nacht, durch eine falsche Liegeposition entstehen.

Nackenstützkissen sind meist aus Latex oder Schaumstoff und halten den Kopf mittig. Somit knicken die Halswirbel nicht ab und für einen ruhigen Schlaf soll gesorgt werden. Allerdings sind diese nur bedingt einsetzbar, da sie für bestimmte Schlaftypen geeignet sind. Hierbei sollte dann vielleicht auch ein Modell gesetzt werden, bei dem Elemente herausnehmbar sind. Somit hat jeder Schlaftyp eine alternative Möglichkeit um den Nacken zu stützen und Verspannungen zu mildern.

 

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