No-Gos im Schlafzimmer - Diese Einflüsse schädigen den Schlaf

Das Schlafzimmer ist der Ort im eigenen Zuhause, der Rückzug und Privatsphäre ermöglicht. Ein Wohnbereich der Entspannung, der Ruhe und Erholung. Andere Zimmer sind für das Leben am Tag gemacht, das Schlafzimmer für die Nacht und den Schlaf. Der Mensch muss nach einem quirligen und anstrengenden Tag dringend neue Energien aufladen. Wer dieser Notwendigkeit zu wenig Aufmerksamkeit widmet der hat weniger Energie, fühlt sich schlapp und kann sogar ernsthaft krank werden. Damit der private Ruhebereich zu einer Oase der Erquickung wird, gilt es mehrere Aspekte zu beachten.

Jeder Mensch verbraucht über den Tag hinweg sehr viel Energie. Unsere Akkus sind nach vielen Stunden der Aktivität leer und aufgebraucht. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht auf Körpersignale wie Erschöpfung und Müdigkeit achtet, der betreibt Raubbau am eigenen Körper und schadet damit ernsthaft seiner Gesundheit. Die Folge können sein: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen wie Depressionen, selbst die Entstehung von Krebs kann durch unachtsames Verhalten begünstigt werden. Als Regel gilt, der Mensch sollte täglich 7-8 Stunden am Stück schlafen. Erst dann können sich Körper und Geist vollständig erholen.

Diese Zeit des Schlafes ist sehr wichtig und selbst dabei bleibt der Körper und das Gehirn aktiv, wenn auch nur unterbewusst. Im Schlaf werden verschiedene, sich immer wiederholende Erholungs- und Traumphasen durchlebt. Das Zucken der Beine zum Beispiel dient der aktiven Entspannung. Unser Gehirn sendet sozusagen Signale zur Entladung durch die Muskeln, im Prinzip eine Art von Lockerungsübung. Auch der Zeitbereich des Träumens entspricht einer notwendigen Regenerierung. Dabei werden Erlebnisse verarbeitetet, gefiltert und entweder in tieferen Regionen des Gedächtnisses gespeichert oder aber gelöscht. Dies lässt sich vergleichen mit einer physischen Bereinigung einer Computerfestplatte, denn auch diese Technik benötigt Wartung und Pflege. Was nach dem Träumen folgt, ist die Tiefschlafphase. Nach dem vorherigen hirnaktiven Zyklusabschnitt taucht der Mensch nun ein in eine besonders tiefe Ruhe. Während der Tiefschlafphase ist es auch nur sehr schwer möglich aufzuwachen, auch der Einfluss von außen ist nun weniger stark als in der Traum- oder Einschlafphase. Trotz dieses festen und massiven Erholungsabschnittes ist der Schlaf oftmals ungenügend. Während der Nacht und den empfohlenen 7-8 Stunden Schlafs wiederholt sich der Zyklus der Erholung mehrmals. Dadurch entstehen auch immer wieder Möglichkeiten der Unruhe und des Aufwachens. Wer dies verhindern möchte, sollte seine Schlafumgebung so gestalten, dass Ruhe und Erholung gefördert und nicht verhindert werden. Hier nun einige Beispiele, was aus negativer Sicht den Schlaf beeinträchtigt.

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Elektronik im Schlafzimmer

Wer kennt das nicht? Das Sinnbild des morgendlichen unangenehmen Aufwachens verursacht durch den laut schallenden Radiowecker. Schlaftrunken tasten wir nach der Schlummertaste und hauen mit der uns zur Verfügung stehenden Kraft auf das Radio ein. Nach wenigen Minuten der vermeintlichen Ruhe meldet sich der Wecker wieder, und wieder, und wieder. Das Problem ist nicht unbedingt das Radiosignal oder die Lautstärke, schlimmer ist die Stromspannung des Gerätes, und zwar während der gesamten Zeit der Stromversorgung. Zwar ist das Netzkabel oftmals gegen diese Strahlung abgeschirmt, der Radiowecker selbst strahlt dennoch die Elektrospannung aus und das ist für den menschlichen Organismus nachweislich ungesund. Ebenso beeinträchtigend sind Unterhaltungsmedien wie Fernseher, Computer oder Telefone. Besonders die Technik, die über eine Stand-by-Funktion verfügt, sendet ununterbrochen elektronische Signale. Das ist ein wahres Gift für unseren empfindlichen Organismus, insbesondere während der Erholungszeit des Schlafs.

Um diese negativen Auswirkungen zu verhindern oder zumindest diese einzugrenzen, sollten nicht dringend benötigte Elektrogeräte aus dem Schlafzimmer verbannt werden. Ist es wirklich nötig ein weiteres TV-Gerät im Raum der Erholung zu platzieren? Radiowecker mit Stromkabelanschluss können gegen Batteriebetriebene ausgetauscht werden und das Telefon sollte aufgrund der Funkstrahlung und des Netzbetriebes auch lieber vor dem Schlafraum aufgestellt werden.

Erweiterte Problematik bei Elektrotechnik mit Funkwellenbetrieb

Ein ebenfalls etabliertes Problem hinsichtlich Elektronik im Schlafzimmer sind Computer, Smartphones und Tablet PCs mit WLAN- oder Mobilfunkverbindung. Diese Strahlungen können bei empfindlichen Individuen Krankheiten erzeugen. Schlafstörungen werden ebenfalls als Krankheit definiert. Wer unter Einschlaf- oder Durchschlafproblemen leidet, sollte also dringend das Problem des Elektrosmogs lokalisieren und versuchen einzudämmen.

Reduzierung statt Maximierung der optischen Reize

Doch nicht nur die Elektrotechnik kann den Schlaf negativ beeinträchtigen. Die Schlafumgebung, also der Ort der Ruhe, die Lage und die Gestaltung der Räumlichkeiten ist ebenfalls wichtig. Ein weiteres “No-Go“ für das Schlafzimmer ist also die übermäßige Möblierung und die Ordnung des Schlafgemaches.

  • Regel Nr. 1: Das Zimmer sollte stets ordentlich, aufgeräumt und sauber sein. Herumliegende Kleidung wirkt nicht nur chaotisch, die Textilen können auch zum Hort von Hausstaubmilben und Staub mutieren. Ein aufgeräumtes Zimmer wirkt hygienisch, beruhigend und das auch unbewusst im Schlaf.
  • Regel Nr. 2: Unaufdringliche, schlichte Möbeleinrichtung. Die Menge und die Gestaltung der Möbel hat ebenfalls Einfluss auf die Erholung. Das wichtigste Möbelstück sollte das Bett sein. Ansonsten gilt hier, weniger ist mehr. Verzichtet werden sollte dafür auf opulente Vorhanggestaltung, Wandbestückungen mit Spiegeln oder ein buntes Potpourri an Bildern und Fotorahmen. Lieber ein bis zwei ausgewählte optische Ankerpunkte setzen. Diese dann auch geschmackvoll und schlicht auswählen.
  • Regel Nr. 3: Die Auswahl und Gestaltung von Bodenbelag und Wand. Nicht nur der Wandschmuck kann den Schlaf beeinträchtigen, auch die Wandfarbe, das Tapetenmuster und natürlich auch der Bodenbelag sind Bestandteile dieser Problematik. Trend- und Modethemen können schnell vergehen. Somit kann das, was vor ein paar Jahren als modern galt schon Morgen wieder als Modesünde abgestraft werden. Wer schläft schon gern in einem Wohnbereich der Abstrafung? Hier gilt ganz klar, lieber weniger Mut zu Farben oder Formen, dafür lieber das Bekennen zur Schlichtheit und zu wenig aufragenden Farben oder Textilen. Als empfehlenswert gelten eher kühle und beruhigend wirkende Farben.

Schlafzimmerlampen können aus mehreren Gründen negativ wirken

Als ein Beispiel für eine mehrfache Negativwirkung ist die Schlafzimmerbeleuchtung zu benennen: Hierbei vereinen sich Elektrospannung, ungeeignete Lichtleistung und optische Aspekte. Auch die Lampe sollte möglichst unaufgeregt gestaltet sein. Sie sollte das Zimmer angenehm beleuchten und damit die ruhige, entspannte Stimmung fördern, nicht aber das Schlafzimmer erleuchten. Auch an die Platzierung der Lampen, beziehungsweise die Nähe der Stromquelle zum Körper sollte gedacht werden.

Tipp: Lesen Sie auch unseren Artikel zum Thema Lichtverschmutzung.

Die Matratze: Wie man sich bettet, so schläft man

Die eine perfekte Matratze für alle Menschen gibt es nicht. Im Gegenteil. Sie ist fast so individuell zu bewerten, wie es menschliche Körperstrukturen gibt. Als möglichst ideal gilt: Die Wirbelsäule soll im Schlaf in ihrer natürlichen Entspannungsausrichtung gestützt oder getragen werden. Das heißt nicht, dass die Matratze hart und steif in gerade Ausrichtung bleiben soll. Die einzelnen Körperbereiche wie Kopf und Schultern, Rücken, Hüften und Beine zeichnen sich durch unterschiedliche Haltungs- und Ruhekriterien aus. Jeder dieser Bereiche benötigt einen spezifischen Härtegrad, welcher das Einsinkverhalten des Körpers optimiert. Um dies zu erreichen, sollte die richtige Matratzenwahl ganz speziell nach den individuellen Ansprüchen des einzelnen Menschen erfolgen.

Solche Schlafunterlagen richten sich aber nicht ausschließlich nach den Liegebedürfnissen des Menschen, weiterhin sind Aspekte der Materialienverarbeitung und damit der Gesundheit wichtig. Welche Rohstoffe oder Materialien werden bei einer Matratze verarbeitet? Sind diese gesundheitlich unbedenklich, wird auf Allergiker geachtet? Der Mensch verursacht beim Schlafen die Ausscheidung großer Mengen an Schweiß. Kann diese Körperflüssigkeit von der Matratze nicht entsprechend absorbiert werden, mag auch das negative Folgen auf den Schlaf, und die Gesundheit haben. Direkt und indirekt, denn Feuchtigkeit fördert auch das Entstehen von Schimmel.

Die Matratzenauswahl bei Schlaftempel.de bietet eine große Auswahl an hochwertigen Schlaftextilien und Matratzen für die individuellen Belange und Bedürfnisse. Ausführliche Kategorie- und Produktbeschreibungen erklären Materialien und Funktionen.

Einflüsse von Außen

Eine Matratze ist der unmittelbare Bereich, welcher sich auf die Schlafqualität auswirkt. Ein ganz anderer Aspekt beschreibt die geografische Ausrichtung des Schlafzimmers. In welche Himmelsrichtung richtet sich das Bett, zu welchem Zeitpunkt wirkt dabei die Sonnenstellung? Ein ganzheitlicher Ansatz wird mit der Einrichtung mit dem Feng-Shui-System erzielt. Alle bisher genannten Aspekte werden dabei berücksichtigt und beschrieben.

Problematisch können auch die äußeren Einflüsse sein: Wenn das Schlafzimmer an einer lauten und stark befahrenen Straße liegt, ist die notwendige Ruhe stark gefährdet. Autoabgase gefährden ebenfalls die Gesundheit. Besonders nachts ist es wichtig, dass die Schlafzimmerfenster geöffnet werden können. Die Sauerstoffzufuhr und eine möglichst kühle Temperatur beeinflussen den Schlaf entscheidend. Aufgrund dieser Aspekte sollte der Schlafraum in einer möglichst ruhigen Lage liegen. Weg von der Straße hin zur Natur, wie zum Beispiel dem Garten, das ist ideal. Auch der Ausblick auf eine natürliche und grüne Umgebung mag dem gesunden Schlaf zugänglich sein.

Gefährliche Auswirkungen auf den menschlichen Hormonhaushalt

Nicht nur die Lautstärke oder die Luftqualität ist extrem wichtig, auch außerhalb des Schlafraumes kann eine helle Beleuchtung störend wirken. Straßenlaternen, angrenzende und hell beleuchtete Wohnräume stören die körperliche Notwendigkeit nach Dunkelheit. Diese Dunkelheit ist deshalb besonders wichtig, weil Licht einen entscheidenden Einfluss auf unseren Hormonhaushalt hat. Bekommen wir nach einem reizvollen Tag nicht die dringend benötigte Ruhe und damit ist eben auch die Lichtruhe gemeint, dann entwickelt sich hormonbedingter Stress. Diese Stresshormone oder auch biochemische Botenstoffe sind besser bekannt als Adrenalin und Cortisol. Diese Botenstoffe sollen dem menschlichen Organismus in Notzeiten helfen und zusätzliche Energieschübe liefern. Wird dieser Zustand künstlich erzeugt oder auf längere Zeit aufrechterhalten, dann kann dies ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen: Schlafstörungen, Gereiztheit, Konzentrationsprobleme sind typisch, allerdings gilt inzwischen auch die Entstehung von Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Krebs als nachgewiesen.

Zusammenfassung und ein weiteres No Go:

All die genannten Einzelaspekte führen zu einem großen Problem, das uns massiv Lebensqualität raubt. Der Schlaf verkommt leider oftmals zu einem unbewussten Lebensbestandteil, dabei schlafen wir etwa ein Drittel unseres Lebens. Wenn dieser Zeitabschnitt auch noch ungünstig beeinflusst wird, hat dies gravierende Folgen auf unser Dasein im Wachzustand. Unser Körper ist mit einer starken Energieleistung ausgestattet. Diese benötigen wir im Wachzustand. Viele Einflüsse rauben unserer Energie, wir haben immer weniger Zeit für alles, selbst der Schlaf muss darunter leiden. Der menschliche Organismus verfügt über erstaunliche Energiereserven, die mit regelmäßigem und gesundem Schlaf aufgeladen werden müssen.

Zu diesen negativen Einflusskriterien zählt ein weiteres ungesundes menschliches Verhalten: Die Energieregulierung durch die Nahrungsaufnahme. Das Normalverhalten was Essen und Trinken angeht, ist heutzutage völlig aus den Fugen geraten. Unser sensibles Energiesystem funktioniert immer noch so, wie bereits vor Jahrtausenden. Was sich verändert hat, ist die Qualität und Quantität unserer Nahrung. Wie und wann wir Essen ist, mehr als ein Indiz für das allgemeine Krankheitsbild der westlichen, industriell beeinflussten Bevölkerung.

Wer möglichst naturbelassene, also gering verarbeitete und unbehandelte Nahrung zu sich nimmt, nicht nur aus Langeweile oder Kompensation isst, der kann sich sehr gut helfen. Wer zudem auf alltägliche Nervengifte wie Alkohol oder Koffein verzichtet, der findet auch bei diesem letzten Abschnitt eine wichtige Information für einen erholsamen und gesunden Schlaf.

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