Schlafen - Frauen und Männer tun es anders!

Ihr Bein zuckt, doch Sie wachen nicht auf. Die Unruhe von nebenan raubt Ihnen hingegen den Schlaf und lässt Sie darüber nachdenken, ins Wohnzimmer auszuwandern und Ihrem Mann das Bett zu überlassen. Der Schlaf von Männern und Frauen ist so unterschiedlich, dass man sich beinahe schon fragt, ob das mit dem Partner geteilte Bett wirklich eine perfekte Lösung ist.

Während Frauen primär zu Schlafstörungen neigen, im Traum "rennen" oder "strampeln", liegt Mann auf dem Rücken und schnarcht so laut, dass Sie glauben, dass die Geräusche selbst von Ihren Nachbarn noch gehört werden müssen.

Doch woran liegt es, dass es Geschlechterunterschiede im Schlaf gibt und nicht, wie früher häufig gesagt wurde, alle Menschen im Schlaf gleich sind?

Fakt ist, je gesünder Sie sich betten, umso besser schlafen Sie. Doch bereits beim Kauf der Matratze unterscheiden sich Frauen und Männer in ihren Ansprüchen und körperlichen Bedürfnissen. Selbst in den Träumen agieren Männer und Frauen verschieden. Während er Schlachten austrägt und sich kräftezehrenden Kämpfen stellt, geht Sie gemütlich shoppen oder verbringt einen romantischen Tag an einem Ort, an dem sie sich mit dem gut aussehenden Mann aus dem Büro trifft.

Es sind keine Klischees, sondern Realitäten. Mediziner und Schlafforscher sind sich längst einig, dass die Unterschiede von Mann und Frau um einige Aspekte erweitert und auch auf den Schlaf bezogen werden müssen.

Gute Nacht?! In geteilten Schlafzimmern leider nicht immer

Das bequeme Bett lädt zu einer ruhigen Nacht ein und die Matratze ist perfekt auf das eigene Wohlbefinden abgestimmt. Sie genießen es, sich in Ihr Bett zu legen und freuen sich auf einen Schlaf, in dem Sie von angenehmen Träumen heimgesucht werden. Doch erstens kommt es anders - und zweitens als Sie denken.

 Schnarchen-Ratgeber

Mitternacht ist gerade vorbei und neben Ihnen ertönt ein Geräusch, das Sie beim besten Willen nicht vermisst haben. Die Holzfäller scheinen den gesamten Wald abzusägen und unternehmen keinerlei Mühe, die "Arbeiten" auf einen anderen Zeitpunkt zu verlegen. Sie wälzen sich in Ihren Kissen und möchten am liebsten laut schreien. Doch Sie wissen, dass Ihr Mann davon nicht aufwact und Sie in den Schlaf kommen lassen würde. Am nächsten Morgen ist alles vergessen. Denn, wie zu erwarten war, erinnert er sich nicht an seine Schnarchgeräusche und hat diese selbst nicht mitbekommen. Dass Sie mit gerädertem Blick und müden Augen aufwachen, nimmt er am Rande wahr und fragt Sie, ob Sie schlecht geträumt haben.

Dies ist Alltag in deutschen Schlafzimmern und nicht an eine Altersgruppe gebunden. Auch junge Männer schnarchen viel häufiger als Frauen, die von diesem Phänomen nicht ganz verschont, oftmals aber bis ins hohe Alter unbeachtet bleiben. Dafür spielt die weibliche Psyche in der Nachtruhe ganz andere Streiche und lässt Sie unkontrolliert zucken, ein Kribbeln in den Beinen verspüren oder ganz ohne Grund plötzlich hochschrecken. Unruhige Beine können Ihren Körper in der Nacht zahlreiche Male aufwecken, da der Oberschenkelmuskel alle 4 bis 90 Sekunden zucken und Ihnen die Ruhe rauben kann. Auch wenn nur maximal 4 Prozent aller Deutschen dieses Problem kennen und vom RLS Syndrom befallen sind, gilt die Problematik trotz allem als größte Schlafstörung bei Frauen und wird von Betroffenen häufig noch stärker verflucht als der schnarchende Partner im Bett.

Unruhige Nächte in der Schwangerschaft und während der Periode

Die Hormone nehmen einen wichtigen Einfluss auf die Nachtruhe und werden von einigen Psychologen und Medizinern auch als Ursache für RLS gedeutet. Doch hier spricht einiges dagegen, da nicht nur schwangere, sondern auch nicht schwangere Frauen mit normalem Östrogenspiegel von diesem Syndrom betroffen sind und sich über ein Zucken im Oberschenkelmuskel, über nächtliches Aufschrecken und unkontrollierbare Bewegungen im Schlaf beklagen. Gleiches gilt für die Periode, in denen der Schlaf generell unruhig und meist von einem Unwohlsein oder sogar Schmerzen begleitet ist. Hier hilft Wärme, allerdings führt diese zu starkem Schwitzen und ist demnach der Nachtruhe ebenfalls wenig dienlich.

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Männliche und weibliche Schlafstörungen unterscheiden sich nicht nur durch die Länge der Wachphasen, sondern auch in ihrer Auswirkung auf die Gesundheit. Eine durchschlafende Frau ruht bis zu 1,5 Stunden länger als ein Mann und braucht diese Zeit, um sich wirklich ausgeschlafen und frisch in den kommenden Tag zu stürzen. Sie können mit einem bequemen Bett und einer gemütlichen Einrichtung des Schlafzimmers für innere Ruhe sorgen, mit einer bequemen Matratze den Schlaf fördern und die Nachtruhe genießen. Allerdings sind all diese Dinge wirkungslos gegen die Ruhestörungen, die biologischer Natur sind und Männer wie Frauen gleichermaßen vom Schlafen abhalten.

Unterschiedliche Träume bei Männern und Frauen

Wie Klischees behaupten, träumen Männer primär erotisch und dabei in den seltensten Fällen von ihrer Frau in der Hauptrolle. Frauen hingegen sind umgeben von tollen Kleidern oder Dingen, mit denen sie täglich im Haushalt zu tun haben. Aktuelle Studien zeigen, dass dieses Klischee gar nicht so verkehrt, aber in seiner Vielfalt auf ein Minimum heruntergebrochen ist. Ihr Mann mag von schönen Frauen träumen, aber wird er ebenso oft im Traum verfolgt und gejagt, muss sich verteidigen und kräftezehrende Kämpfe gegen menschliche und nicht menschliche Gegner austragen. Der männliche Schlaf gleicht einem Abenteuer, für das Sie ein Krisengebiet wählen und alle möglichen Risiken mit einem Mal eingehen.

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Männer stehen auch im Traum auf Action - Frauen auf Romantik!

Anders verhält es sich bei Frauen. Sie träumen von Mode, aber auch von romantischen Erlebnissen und schönen Momenten. Albträume sind bei Frauen viel seltener und dass Sie in einen Kampf verwickelt werden und Ihre Stärke unter Beweis stellen müssen, gehört zu den äußerst seltenen Erlebnissen und ist meist an ein unschönes Erlebnis im Alltag gekoppelt. Ob Mann oder Frau, die Träume sind realitätsfern und meist am kommenden Morgen nicht mehr nachvollziehbar. Als Frau erinnern Sie sich noch eher, können aber keine Details wiedergeben und den Traum daher nur bruchstückhaft erzählen. Männer wissen am Morgen nur selten, dass sie überhaupt geträumt haben. Entsprechend einfach fällt ihre Erklärung aus und bezieht sich meist nur auf einen kurzen Moment, den Bruchteil des Traumes, der sie gefangen nahm und im Schlaf sehr erschreckend und beängstigend war. Andere Erzählungen sind meist mit viel Phantasie oder luziden Träumen verbunden, gehören aber nicht zum Alltag im Schlafzimmer und basieren oftmals auf einer psychischen Überanstrengung und Überlastung, auf traumatischen Erlebnissen oder Ängsten.

Gibt es Möglichkeiten gegen einen unruhigen Schlaf?

Die gibt es tatsächlich! Sie können sich zwar nicht generell vor Albträumen schützen oder das nächtliche Zucken beeinflussen, mit einigen Tipps aber viel besser zur Ruhe kommen und in gemütlicher Atmosphäre einen entspannten Schlaf finden.

So bequem das Fernsehen vom Bett aus auch ist, so sehr beeinflusst der Fernseher im Schlafzimmer Ihre Nachtruhe. Sehen Sie im Wohnzimmer fern und vermeiden technische Geräte in Ihrem Schlafraum. Das gilt auch für Ihr Smartphone und den Laptop, die kurz vor dem Schlafengehen nicht zum Mittelpunkt Ihrer Aufmerksamkeit werden sollten. Denn der Blick auf den Bildschirm ist laut psychologischer Untersuchungen immer ein Störfaktor, der Ihnen die Ruhe raubt und in der Nacht zu vermehrten Wachphasen oder einem Schlaf ohne REM Phase führt.

Wenden Sie Ihre Matratzen mindestens alle 2 Monate und sorgen dafür, dass diese ohne Einbuchtungen von Liegestellen für eine komfortable Position sorgen. Dicke Kissen schüren die Unruhe und sind ein wahrer Multiplikator für Schnarcher, die ihren Kopf auf einem sehr dicken Kissen noch höher betten und so automatisch mehr und lauter schnarchen. Wählen Sie ein ausreichend großes Bett, in dem Sie bei aller Liebe Platz für sich haben.

 

Bilder:

Titelbild - Urheberrecht: wisky / 123RF Stockfoto

Schlafstörungen in der Schwangerschaft - Urheberrecht: pressmaster / 123RF Stockfoto

Schnarchprobleme - Urheberrecht: pyotr / 123RF Stockfoto

Träume von Männer und Frauen - Urheberrecht: fotogestoeber / 123RF Stockfoto

 

 
Tags: Schlafprobleme, Schlaf
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